Neue Chancen für leer-stehende Gewerbeflächen

Mit dem neuen KfW-Förderprogramm „Gewerbe zu Wohnen (266)” rückt die Umwandlung leerstehender Büro- und Gewerbeimmobilien in Wohnraum stärker in den Fokus. Der Bund will damit einen wichtigen Impuls setzen, um Leerstände sinnvoll zu nutzen und gleichzeitig neuen Wohnraum zu schaffen. Die Antragstellung soll voraussichtlich ab Juli 2026 direkt über die KfW möglich sein.

Gefördert wird der Umbau von beheizten, bislang nicht zu Wohnzwecken genutzten Gebäuden oder Gebäudeteilen. Der Zuschuss beträgt 30 % von bis zu 100.000 Euro förderfähigen Kosten je Wohneinheit. Voraussetzung ist unter anderem, dass mindestens eine neue Wohneinheit entsteht und im Ergebnis mindestens der Standard „Effizienzhaus 85 Erneuerbare-Energien” oder „Effizienzhaus Denkmal Erneuerbare-Energien” erreicht wird. Wichtig: Der Antrag muss gestellt werden, bevor mit dem Vorhaben begonnen wurde.

Für Eigentümer, Investoren und Projektentwickler kann das eine interessante Chance sein, bestehende Immobilien neu zu denken und wirtschaftlich wie städtebaulich sinnvoll weiterzuentwickeln. Gerade in Zeiten knappen Wohnraums zeigt sich: Auch aus bislang anders genutzten Flächen kann attraktiver neuer Wohnraum entstehen.